Frankreich

Fahr-zit Mittelmeer

Hier unser Reiseweg aus unserem auch stets analog geführten Reise-Tagebuch. Na – wer blickt noch durch? 😉

Unser Fazit (oder Fahr-zit?) von den 2 Wochen Südfrankreich vom 26.2.-12.3.2016:

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Wir waren sehr überrascht über die Heftigkeit des Windes. Obwohl wir es im Grunde aus vorherigen Urlauben nicht anders kennen, dass der Wind entweder ganz an oder ganz aus ist, ist er im Frühjahr wohl noch stärker. Wir hatten gut 7 Tage mit Wind über 40kn (Windstärke 9), das ist echt neuer Urlaubsrekord. Und wir hoffen, damit ist unser Wind-Kontingent für dieses Jahr noch nicht aufgebraucht! 

Wir waren 4x auf dem Wasser. 1x in Hyeres, 3x in Leucate. Auch ein guter Urlaubsdurchschnitt. Wir haben nun die für uns interessante Mittelmeerküste nach Kitespots abgegrast. Ein paar Spots haben wir wegen Sturm direkt ausgelassen. Viele Spots kamen uns sehr eng vor. Wir sind wohl doch verwöhnt von Nord- und Ostsee.

 

Dazu hat zu dieser Jahreszeit wirklich ALLES zu, verriegelt und verrammelt. Es wurde überall gewerkelt und alles fein für die Saison vorbereitet. Mitte März macht dann alles nach und nach auf.  Wir waren Ostern schonmal in Leucate und wir finden Vorsaison immer schön. Alle sind entspannt und freundlich. Aber so früh werden wir wohl nicht noch mal fahren. Es war teilweise wie ausgestorben und wie schon beschrieben, musste man schon schauen, wo man sein tägliches Baguette fängt. Das ist dann meistens im Supermarkt. Schmeckt auch. Aber kein so schönes Erlebnis wie beim Boulanger um die Ecke. Außerdem wäre bei der täglichen Baguette-Bestellung mein Französisch besser aufgefrischt worden. Zudem konnten wir kein einzigen Penny in einem der unzähligen gesichteten Surfshops lassen. Hat die Urlaubskasse enorm schlank gehalten!

Wir fanden, wie immer und auch überall in der Vorsaison, alle Franzosen sehr freundlich und hilfsbereit. Selbst auf den Straßen wird mitgedacht, vorgelassen, sich bedankt und gewartet.

In diesem Fall bedanken wir uns aber auch bei unseren Weitwinkel-Spiegeln und quietschenden Bremsen, die uns bei der Durchquerung von Marseille sehr geholfen haben. Die Spiegel geben einen wahnsinnig guten Überblick, besonders in den Kreisverkehren, wo man aufpassen muss, wer von hinten noch angeschossen kommt. Ein leichtes Bremsen macht alle Fußgänger auf sich aufmerksam. Keine Angst, sie quietschen wirklich nur und sind nicht kaputt. 

 

Morgendliches Baguette aufbacken (ja, ist Luxus) und der ständige eisige Nordwind haben stark an unseren Gasvorräten gezehrt. Vielleicht auch die Kühlschrank Probleme am Anfang. Sodass wir uns am Ende mal 2 Nächte mit Stromversorgung gesucht haben. 2 Flaschen Gas haben dann aber gut gereicht. Auch das hat uns etwas überrascht. Aber kalter Wind, der selbst durch die kleinste Ritze unseres ansonsten gut isolierten Womos dringt, kühlt stark und ständig aus. 

Worauf man sich einstellen muss, dass man wirklich bereitwillig alle seine Kreditkarten in irgendwelche dubiosen Automaten stecken muss. Das schreckt manche Landsleute ab. Wir haben öfters Wohnmobile vor den Schranken umdrehen sehen. 

Am Ende noch ein Lob an unseren super, autarken Arto! Er hat uns mit seinen 7,20m wie immer tapfer in alle Ecken und Enden gebracht und problemlos kleine Straßen bewältigt. Er ist und bleibt wohlproportioniert und wendig. Und nicht nur einmal haben wir uns gedacht, ob wir hier auch mit einem Flair (wo wir ja immer nach schielen) hergefahren wären. 

Und hier noch ein paar Fakten: 

Gefahrene Kilometer: 3.374 km

Übernachtungen: 15

Übernachtungskosten insgesamt: 102,45 €

Maut: 210,60 €
Zum Glück wurden wir bis auf ein kleines Stück als Classe 2 eingestuft! Das war mit unserem alten Karmann Ontario Alkoven anders. Und hier müssen wir nach den 2 Wochen noch mal feststellen: ja, wir lieben die französischen Autobahnen und bezahlen da gerne für. Wir sind zwischen den Orten viel Landstraße gefahren. Das ist schön und man sieht viel vom Land. Aber für  Mensch und Material einfach ermüdender. Für den einfachen Ortswechsel in dem knappen Urlaubs-Zeitfenster und die An- und Abreise ist einfaches cruisen und Kilometer futtern schön entspannend. 

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