Schottland

Schottland V – Süden

Wir schlängeln uns auf dem Rückweg zur Fähre weiter an der Küsten lang gen Süden:

Dienstag, 12.7.
Es ist etwas Westwind angesagt und Bo hat einen der besten Kitespots der Region gefunden: Troon.

Aber, es gehört auch zu einem Frohmi+Bo-Urlaub mindestens einmal im Mega-Event zu landen: In Troon und um Troon herum zeugen schon die Parkschilder und die flächendeckenden Parkverbots-Pylonen von DEM Golf-Turnier auf dem Royal Troon Golfclub: den British Open. Na Prima, Volltreffer. Man sieht riesige aufgebaute Tribünen, Zelte und komische Menschen, die wohl noch nie ein Womo gesehen haben, wie sie schauen.20160712_0120160712_02Da ist kein Durchkommen.

Also fahren wir wieder einfach weiter, die südliche Halbinsel The Rhinns im Visier.20160712_0620160712_0720160712_03Eine Mittagspause gibt es in Girvan mit einem Bummel durchs Städtchen. Der Parkplatz würde sich zum Schlafen anbieten, es ist aber noch früh. 20160712_0420160712_05Wir kommen weiter an schicken Golfplätzen vorbei aber an keinem weiteren uns ansprechendem Stellplatz.

20160712_09Am Campingplatz in der südlichen Bucht Sandhead ziehen wir die Bremse, stoppen uns selber und buchen eine Nacht. Wir haben ja noch ein paar Tage. 20160712_08Hier ist wieder ein riesiger Strand, naja, leider nicht ganz so weiß wie weiter oben. Wir drehen eine Runde am Strand und schmeißen dann den Gasgrill an. 20160712_13Zum Nachtisch gibt es ein leckeres Galloway Eis von glücklichen Kühen. Hier sind alle immer sehr stolz auf ihre eigenen Produkte.

20160712_10Links vom Camping beginnt Militär-Gebiet, wenn die rote Fahne gehisst wird, ist dort Ende und auch die Wasserfläche gesperrt. Bei Südwind wäre das hier ein feiner Kitespot, wie auch auf Bildern, die an der Rezeption hängen, zu erkennen ist.

20160712_11Campingplätze wie wir sie kennen, gibt es hier nicht so oft. Meisten sind es Caravan-Parks, mit festen Star-Caravans und einer Ecke für hauptsächlich Wohnwagen und Wohnmobile. Im Grunde der Inbegriff der englischen Spießigkeit, aber alle nett und sehr freundlich. Leider auch nicht ganz billig. Im Urlaub egal, denn wenn wir nicht irgendwann uns festsetzen an einem hübschen Ort, sind wir morgen mit der Route fertig.

20160712_14Zum Abend gibt es ein Regenbogenloch!

Schlafplatz
Camping Sandhead
25 Pfund
54.81726, -4.95316

Mittwoch, 13.7.
Heute wollen wir an die Westseite der Insel. Und Ihr müsst noch mal ganz tapfer sein: die Kamera läuft heute noch mal zur Höchstform auf.20160713_04Die Gegend hier unten ist ländlich, irgendwie eine Mischung aus Ost-Dänemark und Bretagne und uns fällt es etwas schwer von den spektakulären Aussichten Abschied zu nehmen. Hier gibt es Steinmauern und auf den riesigen Weiden stehen wahnsinnig glückliche Kühe mit Schafen gemischt. Idylle in Hülle und Fülle.

20160713_0120160713_0220160713_03In Port Logan, einer kleinen Bucht legen wir einen kurzen Fotostopp ein.

20160713_22Dann finden wir einen hervorragenden Parkplatz mit spektakulärer Aussicht am südlichsten Punkt Schottlands. Am Leuchtturm Mull of Galloway.

20160713_0520160713_06Die Straße dahin wurde als abenteuerlich bezeichnet. Wir freuen uns über eine vernünftige Single Track Road und rumspringenden Kühen vorm Auto!20160713_25Aber hier definitiv nicht parken – da wird sich am Auto direkt geschubbert.

20160713_37Hier oben ist wieder ein Visitor Center aber keine Busse! Puh! Wir erkunden alles ganz genau und in Ruhe. Die Speicherkarte glüht.20160713_0720160713_1320160713_0920160713_14Natürlich geht´s auch auf den Leuchtturm. Hinterher bekommt man ein Zertifikat, dass man die Treppen erklommen hat. Voll lieb!

20160713_0820160713_1120160713_10Im Nachbarhaus gibt es eine Station des englischen Nabu, den RSPB, wir sind wieder mitten in einem Vogelschutzgebiet. Hier erklärt einem ein netter Herr anhand der Live-Kamera zu den Brutkolonien so einiges. Da spenden wir auch gerne ein paar Pfund. Nicht, dass wir noch zu Vogelfreunden werden.

20160713_1520160713_16Von dem Nebelhorn aus kann man einen Blick auf die Vogel-Kolonien werfen. Das Geschrei, was von den Felsen ausgeht ist ausgiebig! Das Nebelhorn bleibt still, trotz Nachhilfe.20160713_1720160713_1820160713_12
Tierischer Betrieb!

20160713_20Wir treten eine Wanderung entlang der Klippen auf Schafswegen an. 20160713_2120160713_2420160713_23Eine tolle Aussicht jagt die nächste. 20160713_26Frohmi bekommt noch ihre Schafsweide. 20160713_27Die haben aber eher leicht panische Flucht-Gedanken. 20160713_1920160713_29Später leert sich dann der Parkplatz und wir haben den Leuchtturm für uns. Bzw. ein paar weitere Anwohner, in den Gebäuden befinden sich Ferienwohnungen.20160713_2820160713_3020160713_3220160713_3320160713_34Wir starten das Abendprogramm mit Muh-TV, Germanys next Top-Vogel und Late-Light-Show.20160713_3520160713_36

Schlafplatz:
Parkplatz Mull of Galloway
0 Pfund
54.63525, -4.86014

Donnerstag, 14.7.20160714_01Wir verabschieden uns von Kuh, Küste und kreativer Mäh-Kunst und tuckern weiter durchs Land. Ziel ist die Sweetheart Abbey. Eine Kloster-Ruine kurz vor Dumfries. 20160714_02Davor biegen wir auf die Küstenstraße ab. Hier ist eine Bucht, vom Außmaß gefühlt 3x so groß wie St. Peter Ording. Waoh! Das Wasser lässt sich irgendwo in der Mitte vermuten. Wir stellen ein bißchen verwundert fest, dass wir denken: ja, ganz nett, aber lass uns erstmal weiter fahren, man kann es eh nicht alles fassen.

20160714_03Die Sweetheart Abbey ist der letzte feste Programmpunkt der Reise. 20160714_0420160714_07Eine Ruine stand noch auf Frohmis Foto-Wunsch-Liste. Und hier lohnt sich der Eintritt von 4,50 Pfund. 20160714_0520160714_0620160714_08Ein ruhiges altes Gemäuer, mit einem wahnsinnig geradem Rasen! 20160714_09Die Abbey ist mitten im kleinen hübschen Ort. Wir verfallen noch mal kurz dem Galloway-Eis, dass es im Abbey-Cottage gibt, zur weiteren Planung, die sich als nicht so einfach herausstellt. Ohne weitere Anfahrts-Punkte sind wir irgendwie lost und fertig mit der Reise. Wie immer, Frohmi+Bo-like, 2 Tage früher. Und nun?20160714_11
Autowaschen – auch immer eine gute Aktion!

Wir entschließen, nach Newcastle an die Ostküste überzusiedeln und dort noch den Freitag zu chillen, vielleicht mal ohne Fahren. Ab hier sind die Straßen wieder breit und es lässt sich gut rollen.

Ein Platz aus einem Womo-Führer (Whitley Bay, Old Hartley Caravan Club Site) liegt hervorragend, sieht aber voll aus. Zu allem Überfluss erklärt uns eine nicht unfreundliche aber sehr bestimmte und kurz angebundene Frau, nein, nur für Mitglieder hier und wir können auch kein Mitglied werden. Na prima. Die Wort-Knappheit sind wir die letzten Wochen wirklich nicht gewohnt.
Inzwischen sind wir ja wieder in England und an einer vollen bewohnten Küste. Also, frei stehen hier nicht geduldet und sowieso alle Parkplätze mit No-Overnight-Parking ausgestattet.20160714_12Wir finden südlich von Newcastle, in South Shields, noch den Sandhaven Holiday Park. Der Besitzer kommt noch mal sehr nett zu später Stunde um die Ecke in die Rezeption und nimmt uns erstmal für eine Nacht auf. Sündhaft teuer und auch ein Caravan Park, wo alles sehr sehr sehr sehr ordentlich ist. Irgendwie lustig. 20160715_01Auch das Rasen-betreten-verboten-Schild fehlt hier nicht.

Wir freuen uns einfach über einen vernünftigen Schlafplatz.

Schlafplatz:
Sandhaven Caravan & Camping Park, South Shields
25 Pfund
54.99765, -1.4166

Freitag, 15.7.
Nach einem gemütlichen Vormittag fragen wir in der Rezeption, ob wir noch eine Nacht bleiben können. Es ist alles voll, aber wir werden vor einen Wohnwagen gepuzzelt, dessen Besitzer am Wochenende nicht kommt. Etwas skurril, aber die Besitzer des Parks sind sehr freundlich und sehr bemüht. Wir werden zwar von allen Ansässigen etwas komisch beäugt, aber wir wollen einfach einen Tag chillen, etwas Blog nachholen und nicht Auto fahren.20160715_02Freitags wird hier Ordnung gemacht fürs Wochenende: Rasen mähen!20160715_0320160715_0420160715_06Mittags brechen wir zu einem Stadt-Rundgang auf. Hafenstadt, wir würden es mal als verblühte Schönheit bezeichnen. Am Strand aber eine neue Promenade und man kann zum Leuchtturm laufen.20160715_05Schickes Gebäude der Seenotretter.

Darauf ein Fish+Chips. Sorry – die absolut schlechtesten Pommes in unserem Leben, wir haben nicht aufgegessen. Wer Pommes-Liebhaber Bo kennt, weiß, was das heißt. Aber auch das muss mal sein. Die Stadt ist eher mit vielen leerstehenden Häusern und Läden und Billig-Läden übersäht. Es gibt aber auch eindrucksvolle alte Gebäude. Leider fängt es auch noch an zu regnen. Das macht es nicht hübscher. Wir gehen wieder in unseren krass gegensätzlichen sauberen Caravan Park und freuen uns am Internet, 4G! 😉

Samstag, 16.7.
Rein zufälliger unangenehmerweise ist South Shields die Heimat von Barbour, mit einem Factory Shop. 20160716_01Den erkundigen wir heute natürlich. Es gibt wirklich gute Angebote für die guten Wachsjacken (Durchschnittspreis 150 Pfund). Aber wir brauchen einfach leider keine. Schade 😉
Danach vertreiben wir uns noch die Zeit in dem Outlet (nein, lohnt nicht!!!), nahe des Fähranliegers, bevor wir unserer Lieblingsbeschäftigung nachgehen – auf Fähre warten.20160716_03Bo putzt das Womo, Frohmi pflegt die GPS Daten in Karte und Text und es gibt eine ganz einfache Regel: wenn Bo Kaffee kocht, geht´s ein Stück weiter. Zum Glück muss man dann weiterwarten und kann dann den Kaffee trinken.20160716_02Und dann geht´s doch tatsächlich wieder los – heimwärts. Wir trösten uns mit unserem privaten Whisky-Tasting an der Bar und freuen uns am nächsten Tag bei der Heimfahrt durch Holland über breite ruhige Autobahnen!

Schön wars! Wir kommen wieder!

Liebe tapfere Leser: wir hoffen Euch hat der Bericht und die unzähligen Fotos gefallen! Natürlich folgt noch das Fahr-zit mit Übersichtskarte.

Vorheriger Bericht:
SCHOTTLAND IV – SKYE & HIGHLANDS

 

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