
Da isser nun der MaLTe 🙂 Und hier kommt die ganze Geschichte dazu.
Wieso, weshalb, warum …
Ziemlich fast genau vor einem Jahr lagen wir zu zweit im Fiebertraum auf der Couch rum und haben darüber philosophiert, was uns das Wohnmobil-Leben als nächstes so bringen soll. Wo wollen wir als nächstes hin und so. Und dann kommt bei uns immer zwangsläufig auch die Frage: wie lange wollen wir das aktuelle Wohnmobil denn noch fahren….? Gaaaanz gefährlich immer dieser Anfang – und eigentlich immer mit dem gleichen Ende.
Die Antwort war ganz einfach: wir lieben die Marygold. Aber wir wollen sie nicht fahren, bis das der TÜV uns scheidet. Außerdem fahren wir seit 13 Jahren Arto und so langsam juckt es uns in den Fingern, mal was anderes zu machen. Auf dem letzten Caravan Salon haben wir uns den Extura von Eura Mobil genauer angeschaut, was das Gedankenkarusell rund um 4×4 erneut gestartet hatte. Denn eins ist klar – wenn, dann auch richtig anders. Nur einen anderen Integrierten – das hätte wirklich keinen Sinn gemacht. Und überhaupt: wenn nicht jetzt wann dann.
Der Extura auf dem Caravan Salon.
Und schwuppdiwupp, stellt der Bo die Marygold nur mal so ins Netz, um zu schauen, was passiert. Erstmal relativ lange – nix. Für uns schon viel zu lange. In der Zwischenzeit entscheiden wir uns mal kurz für den Hymer ML-T 580 4×4 und finden einen Händler – ganz in der Nähe, der eine halb akzeptable Lieferzeit anbieten kann. Der ML-T gewinnt für uns gegen den Extura. Das Preis-Leistungsverhältnis ist einfach besser. Die neue „vanlifige“ Innenausstattung des Hymers gefällt uns megagut. Außerdem ist dieser schon länger auf dem Markt und hat sich schon bewießen. Und vor allem haben wir einen großen und guten Hymer-Händler 16 Kilometer von uns entfernt. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil – denn da ist man Erfahrungsgemäß öfters zu Gast.
Vielen Dank an dieser Stelle an das 3H Campingcenter in Hückelhoven, die geduldig alle Fragen und Ideen mitgetragen haben. Und da wir nunmal nicht gut warten können, haben wir zu Nikolausi 2024 unterschrieben. Die Marygold wäre dort in Zahlung gegangen, wenn sie nicht vorher verkauft worden wäre.
DAS wiederum ging dann plötzlich auch ultraschnell. Michael und Gabi sind extra aus Berlin angereist und haben sich so in die Marygold verliebt, wie wir es waren. 🙂 Und am 22.12.2024 haben wir sie, tränenreich für Frohmi, in liebevolle neue Hände abgegeben.
Dann hieß es warten. Wir haben uns so lange in Tinyhäusern und mit Knausi rumgetrieben. Die Artikel findet Ihr auch hier im Blog.
Aber stellt euch bloß nicht vor, dass man irgendwann einen Monat vorher oder so ein Lieferdatum bekommt. Bis das Gefährt auf dem Hof steht, heißt es immer nur: ja, könnte klappen.
Da isser endlich!
Außerdem steht der Urlaub vor der Tür und wir müssen ja auch noch einräumen. Ich glaube, wir haben täglich angerufen. Bis es irgendwann hieß – jo, der steht hier. Also sind wir direkt hingefahren und durften schon mal streicheln. Juchhuuu! Was eine Erleichterung. Hier isser ganz frisch eingetroffen und noch dreckig von der Reise.
Obwohl wir es immer nachdrücklich gesagt haben, dass wir Urlaub haben und losmüssen, mussten wir noch mal recht deutlich machen, dass sie doch bitte unseren MaLTe ASAP rausrücken :D. Wir haben auch auf die Anbauten, wie Solar und Luftfederung verzichtet. Hauptsache, wir haben erstmal wieder ein Womo und können los!!! Danke an 3H, dass ihr das möglich gemacht habt!
Und dann isses endlich soweit, am 22.5.2025 dürfen wir MaLTe in Empfang nehmen. Jiipiiiehyeah! Ab geht´s nach Hause – einräumen. Endlich darf wieder ein Womo in der Sonne glänzen 🙂
Tilda hat MaLTe direkt okkupiert. Alles meins, läuft. Aber – Katastrophe – sie kommt nicht mehr alleine ins Bett. Sie hat es zwar mit ihrem Terrier-ich-will-das-Gen schon geschafft. Aber die letzte Stufe ist zu hoch, dass das die Regel sein wird. Das versuchen wir ihr gerade abzugewöhnen, dass sie NICHT einfach springt.
Die Sitzverteilung ist auch fix geklärt 😀
Tildas Schlafplatz, wie wir uns ihn überlegt haben…. Das linke Bett haben wir mit der Bettverlängerung bestellt. Dadurch fehlt dann ein Stück Schrank. Und sie soll am Fußende von Bo schlafen. Wir haben extra einen Rausfallschutz gebastetelt. Naja – sagen wir mal – so 10 % schläft sie da auch 😀 Aber in der Mitte ist es einfach meistens viel besser…..
Nach 13 Jahren Arto fahren, wo alles mehr oder weniger immer an der selben Stelle war, war das Einräum-Tetris doch etwas herausfordernd. Wir haben die letzten Wochen schon ultra viel aussortiert, da wir natürlich wirklich viel weniger Platz haben. Das hat uns aber gut gefallen, da man 80% davon fast eh kaum braucht. Einige haben uns gefragt, wie wir mit dem Rückschritt klar kommen. Ein Rückschritt ist es definitiv nicht, eher ein Schritt in eine andere Richtung. Ja, es ist weniger Platz. Aber unsere Antwort ist dann immer – dass man vielleicht nicht immer 4 Whisky und 8 Weinflaschen braucht. 😉
Und ja, es hat alles einen Platz gefunden. Wir hatten ganz schön Muskelkater, vom Reinschleppen 😀 Unfassbar, was da in den Untiefen verschwindet. Ist halt ein ganzer Hausstand.
Kleine müde Räumpause. Bo sammelt sämtliche Aufkleber mit Warnhinweisen. 😀
Die letzten Monate haben wir damit verbracht sämtliche Foren und Gruppen leerzulesen und schonmal Sachen zu shoppen, von denen wir hoffen sie nie zu benötigen. Wir sind eingestiegen in die Welt der Bergeseile, Sandbleche, Schaufeln und sonstigen. Ein Teil davon waren die Bergeösen für die Vorderachse. Denn die Abschleppöse ist nur fürs Hinterher-Rollen auf Straßen gedacht. Aber nicht zur Befreiung, wenn man sich festgefahren hat.
Und das ist auch das, was uns so gut gefällt. An der Marygold gab es im Grunde kaum noch was zu pimpen. Jetzt haben wir ein absolutes Pimp-my-MaLTe Spielzeug. Hier gibt es noch sooooo viel, wo man sich austoben kann.
Achso – die Bergeösen – die wollten wir todesmutig selber festmachen. Alles voll easy, Stoßstange ab, festschrauben, Löcher in Stoßstange sägen, wieder festmachen. Wir sind schon beim Abmachen gescheitert. Und haben das dann doch neulich erst lieber von nem Profi machen lassen.
Und uns dann einfacheren Maßnahmen gewidmet, wie der Teppich über der Trittstufe. Mit Tildas tatkräftiger Unterstützung.
Und ab jetzt im Angebot: Blinker-Bilder – jeglicher Art!
Frohmi wichtigstes erstes ToDo waren die Aufkleber. Soll ja schon nach uns aussehen! Das war am ersten Wochenende wetterbedingt nicht ganz optimal. Sieht aber richtig gut aus. Seht ihr auf allen weiteren Fotos.
Ebenso vorab geplant: die Entfernung der Hymer Bezeichnung in MaLTe. Also, die upgedatete Hymer-Bezeichnung 😉
Vielen Dank an Frohmis Ex-Kollegen Jonas für den Namen! Das war ein Muss und passt außerdem zu Marilyn, Marygold …. MaLTe.
Die Kirmesbude vorne über dem Fahrerhaus ist auch fix geschmückt.
Und dann geht´s auch schnell ab ins Feld – für ein erstes Shooting. Kann losgehen!
3 Tage später geht´s auch schon los in den ersten Urlaub. 3 Wochen. Davon 2 Wochen in Dänemark.
Erstes Schmankerl von der Fahrt. Bei 111 Kilometern sagt die Hymer App folgendes.
Und Frohmi ist ganz entzückt. Das ist doch super, solche Infos… Als ich das nächste Mal aufs Handy schaue…..
Äh what….?! Zum Glück kann man es ausstellen.
Erster Urlaub?! Natürlich Dänemark!
Allererste Tat in Dänemark – natürlich auf den Strand fahren! Und das mit unserem Beach-Explorer Kollegen, den ihr aus alten Stories schon kennt. Ach herrlich! Hier müssen wir aber noch mal eine Profi-Sandspiel-Stunde buchen. Denn wir sind noch verhalten unterwegs.
Auf dem Bild sehr gut zu erkennen, haben wir hinten nen echten Hänge-Arsch (Fachjargon). Das liegt an der fehlenden Luftfederung. Und ohne die haben wir auch noch keine Auflastung. Und ohne das alles, schwingt der Mercedes Popos immer ganz schön doll über jede Delle weg. Aber das SetUp kommt im Sommer dann nach.
Fröhlich fahren wir in jeden offiziellen Weg rein, den wir finden können. Ohne uns große Gedanken machen zu müssen, ob es passt. Das ist schon richtig gut. In. manche Wege fahren wir auch nur, weil Marco uns dahin geschickt hat. Das hätten wir uns noch nicht getraut. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben 😉
Zum Wingfoilen passt auch alles wie gehabt in die Heckgarage. Die ist eigentlich genauso groß wie bei den Artos. Das war der Hauptgrund, warum wir bei diesem Modell gelandet sind.
Die Sache mit der Hinterachslast
Was wir aber schneller lernen, als uns lieb ist: die Gesamt Auflastung und Zuladung passt nicht zur Hinterachse. Hier kommt man chronisch an die Grenzen. Im ausgelieferten Zustand haben wir ein Gesamtgewicht von 4,1t. Die Heckgarage hat eine Traglast von 450 kg. Prima haben wir gedacht – das langt alle mal für den Surfkrempel. Bo hat sich die Mühe geamacht und alles gewogen, Surfkrempel, Campingausrüstung, ein Klapprad – ca. 150 kg. Die Hinterachse darf aber nur 2430kg tragen. Mit allen Anbauten (Ersatzrad hinten wiegt zb auch viel) und dem 4×4 Fahrwerk und Wasser und so – ist man ganz fix deutlich (!) drüber! Hymer redet sich immer damit raus, dass man den Wassertank auf 20% ablassen muss. DAS macht für ein autarkes Wohnmobil nun auch keinen Sinn.
Nächster Step: mit der Luftfederung ist die Auflastung auf 4,4 t geplant. DAS nutzt uns nix – da die Hinterachse trotzdem nicht mehr tragen darf. Der nächste limitierende Faktor sind dann die Felgen. Die ausgelieferten Felgen dürfen nur 2350 kg auf der Achse. Für alles das gibt es Lösungen – die findet man nur nicht einfach so und kosten halt Geld. Spezialisierte Anbieter gibt es wenige, sind weit weg und haben kaum Termine.
Wir haben dann sehr kurzfristig neue Felgen gefunden, die erstmal ausreichend tragen können, die uns 3H fix montiert hat. Und damit haben wir eine Auflastung auf 4,5t bekommen und die Hinterachse darf nun 2,6t tragen. Mit allem gewogen sind wir hier nun bei 2,560kg – Juchhuuuu! Nächstes Level wären nun noch neue Reifen und andere Federn. Aber so passt es nun erstmal für die nächste Zeit.
Also noch mal kurz zusammengefasst: wir haben jetzt ein Gesamtgweicht von 4,5 t. Die Hinterachse ist mit 2600kg aber fast voll beladen und wir haben Urlaubsreif gepackt eine Gesamtgewicht von knapp 4,2t. Wir dürfen also noch in der Theorie 300kg zuladen. Aber das Gewicht müsste auf die Vorderachse – wo jetzt nicht sooo viel Stauraum ist 😀
Was ein Krimi! Ich hoffe, ich konnte es einigermaßen und nicht zu trocken erklären. Wenn ein Fehler bei den ganzen Zahlen drin ist – rechnet es bitte nicht nach 😀 Man kann als Laie eh kaum folgen, wird aber schnell zum Fachmann. Es gibt eine sehr gute Facebookgruppe für diese Themen. Ohne die wären wir wohl echt aufgeschmissen gewesen!
Genug der Theorie – das ganze ist ein Prozess und man wächst da rein und das Fahren und Reisen darin macht einfach NUR SPASS!!! Wir verabschieden uns – wie immer – aus Dänemark auf dem Römö Strand 🙂
Alpen – Östereich – Tirol – Schweiz
Also – mit Luftfederung und Solar neu ausgestattet geht es in den zweiten großen Urlaub. Bo hat Frohmi Bergpässe versprochen. Und bekommt sie auch.
Hier fahren wir übers Timmelsjoch:
Südtirol ist zwar landschaftlich wunderschön. Frohmi bekommt endlich ihre Seiser Alm. Aber Campertechnisch ist es einfach nur voll und zu wenige Übernachtungsplätze. Wir haben aber natürlich doch einen tollen gefunden.
In der Schweiz gefällt es uns deutlich besser! Wir haben es das Skandinavien der Alpen getauft. Tolle Menschen, tolle Stimmung und natürlich tolle Plätze! Hier zum Beispiel jeder mit eigener Feuerstelle! Ja – sie gibt es tatsächlich – diese echten Vanlife Plätze aus der Werbung.
Und auf dem letzten Pass gibt es sogar noch die ersten Schneeflocken!!! Jipiiieeeh! Da könnt ihr nun auch gut sehen, dass MaLTe keinen Hänge-Popo mehr hat. Wir sind absolut happy mit unserer Entscheidung, das Fahren macht ultra viel Spaß! Die ganze Technik überzeugt. Innendrin ist es sehr gemütlich. Wir freuen uns auf viele neue Erlebnisse!
Aloha und auf bald!
Eure Stranddekos
